, Kaderli Corine

50 Jahre Skiclub Häusernmoos

Ein Wochenende das wir in guter Erinnerung halten, Ein Wochenende das einfach genial war!

Am Samstagmorgen versammelten wir uns frisch und munter vor der Dorfhalle in Lommiswil. Der Rucksack gepackt und die Wanderschuhe geschnürt waren wir gespannt wo uns dieser Tag hinführt. Nach einer kurzen Begrüssung des OK-Chefs, wurden wir durch Claudia Lämmli von Swissski zu unserem 50 jährigen Jubiläum mit einem Pokal geehrt.

Dann konnte es los gehen. Halt. Es wäre nicht der Skiclub wenn wir einfach losgewandert wären ohne irgendein Spiel zu starten. Das OK hielt eine Wäscheklammer in die Höhe und verkündete, dass es besser wäre am Abend diese Klammer nichtmehr zu haben. Die Klammer werde weitergegeben und an die Rucksäcke geklammert. Mehr dazu später.

Also marschierten wir bei hohen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein in die Höhe. Da kamen einige von uns Sportlern gleich ins schwitzen. Anderes Wetter wäre auch ein «Seich» gewesen. «Pflotschnass» kamen wir im ersten Waldteil an und es brauchte eine ausgiebige Pause mit viel Flüssigkeit und Schatten. Die nächste Etappe fand im Wald statt, was für ein Glück, denn heiss war es immer noch.

Mit guten Gesprächen, langen Schritten und immer in unseren Hintergedanken wo denn diese Klammer jetzt auch sei, erreichten wir nach dem Mittag unseren Picknickplatz; im Schatten natürlich. Jeder packte sein Sandwich aus und wenn jemand Mayonnaise fehlte, hatte sicherlich eine Familie genug für alle dabei.

Doch wir konnten nicht sehr lange rasten, weiter ging der Fahrplan und auch wenn es gemütlich war, wartete unser Ziel die Wandflue mit ihren Überraschungen auf uns. Vorbei an einer «Beiz» mit Brunnenwasser, welches wir mit Durst und Freunde tankten. Allem Anschein teilte jedoch der Wirt diese Freude nicht unbedingt gastfreundlich mit uns, aber wir hatten gerade keine Zeit für ein Rivella bei ihm, das Ziel war in Sicht.

Nach einem letzten anstrengenden Aufstieg, erreichten wir inmitten des Nachmittags die Stallflue. Dort wurde die wunderbare Aussicht genossen und Fotos geschossen. Auch eine Pinkelpause wurde eingelegt, jedoch wohl nicht sehr überlegt. Naja diese zwölf jungen Männer mit ihrem «Mäucherstüehli» wird man wohl nie mehr sehen.

Weiter vorne und etwa 20 Minuten später, kamen wir zusammen mit einer einzigen, grossen Wolke bei der Wandflue an. Auch ein Jeep mit unserem Apéro fuhr dazu. Gerade als wir unsere Zinnbecher auspackten und anstossen wollten, entleerte sich diese freundliche Wolke genau über uns. Nirgendwo anders in der Schweiz regnete es zu dieser Zeit! Also zogen die Berggänger, welche nie ohne Regenjacke wandern gehen, ihre Regenjacken an. Der Rest wurde eben nass. Wir zogen ein wenig weiter und warteten bis der Regen sich legte.

Als Petrus sich doch noch anders überlegte, kam die Sonne zum Vorschein und wir konnten das Programm namens Apéro weiterführen. Mit kurzen, lustigen Glücksspielen wie Dart- mal anders, Skistock- sowie Skibrillenwerfen wurde die Stimmung aufgelockert und es wurde viel gelacht. Man brauchte eben Glück, wenn man vorher nicht schon zuhause heimlich im Keller geübt hat.

Nach einer kurzen Rangverkündigung machten wir uns auf den Weg nach Selzach um im Althüsli zu nächtigen. Begrüsst wurden wir von den Nicht-Wanderer, welche auf uns warteten und einer Örgelimusik auf der Terrasse. Bei der Abendsonne genossen wir ein Glas Wein und machten uns kurz frisch.

Sag niemals nie, und da laufen tatsächlich zwölf junge Männer mit ihren «Mäucherstüehli» dazu. Umziehen nützte da auch nichts und das Thema zur Unterhaltung war programmiert.

Bei einem sehr ausgiebigen Znacht mit Grilladen, verschiedenen Salaten und Züpfe konnten wir uns für die Party stärken. Zudem wurde die letzte Stunde der Wäscheklammer angegeben und ab da sollte sie sich auf den Kleidern befinden. Das Spiel wurde spannend, da niemand wusste, was passieren wird, wenn man diese Klammer plötzlich hat und das Spiel zu Ende ist. Unser Pechvogel mit der Klammer, gewann also dann einen antiken Ski mit einer Erinnerung ans Jubiläum und einen Gutschein für die Schneekurve - jeder hätte sich wohl diese Klammer in dem Moment gewünscht. Mit einem Schätzwettbewerb und Preisverteilung vom Nachmittagsspiel beim Apéro wurde der offizielle Teil geschlossen.

Die Musik klang aus den Boxen und Skiclub wäre nicht Skiclub wenn keine Bolognaise gestartet hätte- und die Party begann. Die Mitglieder tanzten die ganze Nacht bis in den frühen Morgen. Die 12 «Mäucherstüehlijungs» feierten gleich mit. Alt und jung nutzten die Tanzfläche vor dem Haus. Danke DJ ! Wer es ein bisschen weniger laut und ein bisschen gemütlicher wollte, konnte sich ans Lagerfeuer setzen und die Abendstimmung geniessen.

Nach dem Fest war schlafen im Stroh angesagt und jeder suchte sich seinen Platz im Stall.Einige bevorzugten jedoch eines der wenigen Betten, weil sie wohl ahnten, dass draussen im Stall einige bekannte laut schnarchten. Am Morgen wurde die Tagwache durch den Hoflader erledigt, welcher aus dem Stahl gefahren wurde. Das Frühstück stand bereit und wir konnten uns für den Tag mit Brot, Anke u Konfi oder Müesli stärken. Auch ein guter Kaffee durfte natürlich nicht fehlen.

Als alle verfügbaren Schlafplätze leer und alle beim Frühstück waren, wurde festgestellt das Zwei noch fehlen. Nach vermehrtem Suchen und Rufen, wurde auch das Telefon gezückt und eine Nummer gedrückt. Da kamen die beiden wieder zurück aus der Weide, wo sie ihren Schlaf in aller Ruhe genossen haben.

Da das Wetter unbeständig war, wurde die Route abgekürzt, und der direkte Weg nach Hause angesteuert. Bei der Wanderung nach unten, konnten einige ihren Kopf «verlüften» und den Rest der gestrigen Nacht ausschwitzen. Fast am Ziel gaben noch ein paar Wanderschuhe ihr Ende bekannt und alle waren froh unten angekommen zu sein. Auch hier wurden wir bei unseren letzten Tritten von Regentropfen begleitet.

Herzlichen Dank an das OK für dieses tolle Wochenende! Wir konnten es geniessen und werden es so schnell nicht mehr vergessen. MERCI!